Die Welt im Würgegriff der Supermächte – Kalter Krieg 2.0 – refurbished mit neuen Features
Verfasst von rueckgrat am 15. August 2008
Wer die Kommentare auf diesem und anderen Blogs und Foren sorgfältig gelesen hat, kann erkennen, dass es eine Tendenz gibt Verhaltensweisen wie die von Russland aktuell in Georgien auf perverse Art und Weise zu rechtfertigen.
Verschwörungstheoretiker, welche im allgemeinen von der Weltherrschaft gewisser Machtkonstellationen wie der jüdischen Hochfinanz, City of London, usw. überzeugt sind und immer von „Usrael“ sprechen, wenn sie die ihrer Meinung nach von Israel kontrollierten USA meinen, begrüssen es, wenn diese Mächte auf Kosten kleiner Länder und Völker auch mal „einstecken“ müssen. Das dumme ist nur, dass diese Konstellationen in der Geschichte immer davon profitiert haben, zwei Seiten gegeneinander aufzuschaukeln und aus den resultierenden Konflikten Kapital zu schlagen. Kriegsfinanzierer Rothschild wird dafür immer gerne als Beispiel angeführt.
Aber die Verschwörungstheoretiker sind nicht die einzigen. Es wird von breiten Gruppen der Bevölkerung als „gerecht“ empfunden, dass auch mal wieder Russland eine Regierung stürzen will und einen Krieg um Rohstoffe und aufgrund von Großmachtsattitüden führt. Denn in den letzten 50 Jahren waren die USA in dieser Hinsicht ja viel aktiver.
Krieg hat also bald sportliches Flair. Schlecht allerdings: Da wird jetzt schon massiv gedoped und es gibt keinen Schiedsrichter, geschweige denn eine Wada oder ähnliches. Allerdings gibt es schon Organisationen, die man mit dem IOC vergleichen könnte…
Ziemlich billig ist allerdings die klassisch alt-testamentarische tit-for-tat Strategie. Da müsste es doch mal was neues geben. Vielleicht schaffen es dann Kriegsübertragungen auch profitabel ins Pay-TV. Dann könnte man die Kosten besser nach dem Verursacherprinzip verteilen, weil dann die zahlen, die Kriege unterhaltsam finden.
Ich hoffe der Sarkasmus wird mir nicht übelgenommen. Gute Miene zum Bösen Spiel.
Besorgniserregend ist daneben die hohe Abstraktionsgrad, wenn irgendwo Krieg ist. Sobald man weiss, um welchen Rohstoff es geht, ist alles klar und die Details interessieren nicht mehr. Am wenigsten interessant ist die betroffene Bevölkerung.
„Hat’s da Öl oder ne Pipeline? Ah ja klar. Scheiss Amis.“ - Ist es wirklich so simpel?
Es wird auf alle Fälle langsam Zeit, dass die Zuschauer im Spiel West vs. Rest (USA vs Russland/China) neben den üblichen Buh-Rufen („…verurteilte das Vorgehen von…“) sich auf ihre Stärken besinnen. Wir können nicht in alle Ewigkeit ohnmächtig zuschauen, wie Machtgebilde und instrumentalisierte Regierungen die Menschheit traktieren und blamieren. Das tolle ist: Schon in Deutschland liegt soviel im Argen, dass man nicht einmal mit dem Finger auf andere Nationen zeigen muss.
-Cicero- sagte
Kriegsübertragungen im Pay-TV?!?
Geniale Idee!!! Aber Moment, gibt es das nicht schon längst?!? Ist es nicht so, das bereits die öffentlich rechtlichen und privaten Sender (ARD, ZDF, RTL, PRO7, usw.) mit der „Wahre“ Krieg handeln?!? Hierbei wird Krieg gegen Einschaltquoten „getauscht“.
Wir werden heutzutage mit Gewallt in den Medien „überhäuft“ sei es nun die „wachsende Kriminalität“ im eigenen Land, der Terrorismus, oder Krieg in anderen Ländern. Aber, wenn man das jetzt nur noch im Pay-TV zeigen würde, könnte man ja nicht mehr die Meinung der breiten Masse beeinflussen.
Es muss also ein Kompromiss gefunden werden.
Bilder und Filmaufnahmen dürfen nur noch im Pay-TV gezeigt werden?!?
Nein geht auch nicht, das ist definitiv nicht abschreckend genug.
Man könnte es so machen wie mit der Fußball Bundesliga, live Übertragungen im Pay-TV und eine Zusammenfassung des ganzen am Abend in den öffentlichen Nachrichten. Das wäre doch eine tolle Sache, mit einem solchen Arrangement könnte jeder Leben!!!
Solange es Menschen auf dieser Erde gibt solange wird es auch Gewallt und Kriege geben.
Das ist eine Tatsache mit der man sich abfinden muss.
Selbst wenn es nur noch 2 Menschen auf der Welt gäbe, fühlt sich von diesen beiden mindestens einer benachteiligt.
Man kann nur versuchen die Konflikte auf ein Minimum zu reduzieren und somit das Risiko von Eskalationen zu mindern.
-Cicero-