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- nur ein frommer Wunsch?

Schlampiger Journalismus, gezielte Manipulation und ein korrupter(?) Exkanzler

Verfasst von rueckgrat am 16. August 2008

Der Konflikt in Georgien ist vor einer Woche zum Krieg eskaliert und noch immer wird von vielen Journalisten, Bloggern, Politikern und Stammtischpolitikern gefährliches Halbwissen in die Welt gebracht. Das ist nicht gerade Konfliktlösend. Allerdings ist der Konflikt auch komplex, und nicht jeder hat die intrinsische Motivation, sich ausgiebig mit nur diesem Thema auseinander zu setzen. Blogger und Journalisten lassen sich zudem gerne als Propagandainstrumente instrumentalisieren. Manchmal merken sie es nicht einmal, z.B. wenn sie ihre Informationen aus Quellen beziehen, welche die Mission haben, eine bestimmte Ansicht zu verbreiten.

Absolut gefährlich finde ich Internetmedien wie RIA Novosti, welche ganz vorne mit dabei sind in der Propaganda-Schlammschlacht. Die findet sicher auf beiden Seiten statt, aber ich gebe offen zu, bewusst ein russisches Beispiel anzuführen. Russische Medien scheinen nämlich eine höhere Glaubwürdigkeit zu besitzen, obwohl Russland eine Konfliktpartei und somit nicht an Objektivität interessiert ist.

Warum sind RIA Novosti und Konsorten so gefährlich? Weil sie sich als Nachrichtenportal/-blog ausgeben und in Wirklichkeit Informationen subjektiv selektiert zu Manipulationszwecken aufbereiten.

Zu guter Letzt: Gerhard Schröder gehört auf die Anklagebank. Er ist ein schillerndes Beispiel dafür, wie die Macht in Deutschland von Politikern mißbraucht wird um Entscheidungen zu treffen, welche dem Volk nur Nachteile, dem eigenen Geldbeutel aber massive Vorteile bringen. Wer nicht weiss, wovon ich spreche, bitte Kommentar schreiben. Und jetzt ist er auch noch so Frech, den Konflikt am Kaukasus zu kommentieren. Hat ihn überhaupt jemand nach seiner Meinung gefragt? Wenn ja, warum? Er wird wohl kaum seinen Arbeitgeber diffamieren.

15 Antworten zu “Schlampiger Journalismus, gezielte Manipulation und ein korrupter(?) Exkanzler”

  1. Beat sagte

    Saakaschwili jammerte mal, die Regierung behindere die Durchführung seines demagogischen „nationalen Antikorruptionsplanes“. Zuvor hatte er sich die Unterstützung des Megaspekulanten George Soros gesichert. Dieser half ihm bei den Bemühungen zur Säuberung des georgischen Establishments. Als Partner Saakaschwilis machte Soros sich nun indirekt zum Wohltäter georgischer Verbrecher, indem er Krokodilstränen über die Zustände in georgischen Gefängnissen vergoß. In einem Land mit einer vor allem seit dem WTO-Beitritt völlig zerstörten Wirtschaft wurde die Gefängnisbranche mit Soros’ Hilfe eine Insel der Prosperität.

    Aber das reichte dem Megaspekulanten noch nicht: Als nächstes sollte die georgische Polizei Prügel beziehen und ihre Führung durch von ihm und Saakaschwili ausgesuchte „anständige“ Leute abgelöst werden. Der Versuch schlug fehl, doch der diskreditierte Innenminister Kacha Targamadse mußte schon bald gehen und wurde durch Koba Narchemaschwili ersetzt.

    Die Internetseite von Soros’ Open Society Foundation widmete diesem Personalwechsel einige Aufmerksamkeit….

    Diese übermäßige Sympathie des Herrn Soros für Herrn Narchemaschwili mag erklären, warum die Polizei am 21. November so leicht vor der Menge mit den Kreuzfahrerfahnen kapitulierte.

    In der ganzen Zeit vom September 2001 bis zum November 2003 stand Micheil Saakaschwili unter dem eifrigen Schutz von George Soros. Die Open Society Stiftung half bei der Gründung des Liberty-Instituts von Georgien und gründete ein „Jugendhilfeprogramm“. Die jungen Schüler der Stiftung organisierte man umgehend in einer Bewegung mit dem Namen „Kmara!“ (Genug!), die sich von Profis aus dem ehemaligen Jugoslawien und der Ukraine beibringen ließ, wie man Protestaktionen organisiert.

    Die breitschultrigen jungen Männer in Lederjacken, die am Samstag, dem 22. November bei der Parlamentseröffnung die Tribüne besetzten und Tische und Stühle zerschlugen, waren von Kmara! Um eine Formulierung des BBC-Korrespondenten zu gebrauchen: Sie „pfiffen“ den gewählten Präsidenten aus dem Parlamentsgebäude.

    Die sozialpopulistische Phraseologie Saakaschwilis und seiner Unterstützer ist nicht neu – ebensowenig wie der Platz in Gori, wo sie sich vor dem entscheidenden Marsch nach Tiflis versammelten. Wo immer Herr Soros im nachsowjetischen Raum auftauchte, paßte er sich der örtlichen Proteststimmung vollkommen an. In Lwiw in der Ukraine brachte sein Magazin Dershawnist (Staatlichkeit) die Idee auf, die Ukraine sei das „vierte Rom“, und veröffentlichte einen Artikel, in dem es hieß, die Hinrichtung der Juden in Babij Jar bei Kiew sei in Wirklichkeit eine Hinrichtung ukrainischer Patrioten durch jüdische Kommissare gewesen. Die örtlichen jüdischen Gemeinden waren schockiert – wie wahrscheinlich auch Stalins ehemalige Häftlinge in Georgien -, aber solche Details haben Herrn Soros noch nie interessiert, denn der Zweck heiligt ihm die Mittel. Am 23. November, dem symbolträchtigen Tag des heiligen Georg, trat Eduard Schewardnadse zurück…

  2. rueckgrat sagte

    Hallo Beat,

    Dass Soros und seine Kumpanen die farbigen Revolutionen bezahlt haben ist ja kein Geheimnis. Die Machtstrukturen werden nunmal nicht dem Zufall überlassen. Es hat sich einen neue Herrschaftsform herausgebildet: Die Mediendiktatur. Sie ermöglicht es einzelnen einflussreichen Gruppen die Meinungsbildung der Bevölkerung gezielt zu manipulieren und gleichzeitig aber eine demokratischen Konsensbildung vorzutäuschen.
    Hier ist Russland keine Ausnahme und du wirst auf keinen grünen Zweig kommen wenn du darauf beharrst, dass die “britischen Interessen” die Welt steuern und alle anderen, nicht-infizierten, die “Guten” sind. Diejenigen, die wirklich profitieren, haben lange Erfahrung damit, solche Schwarz-Weiss Bilder zu etablieren. Soros’ Pfuschereien finden da nur auf einer Meta-Ebene statt.

    Ich wüsste nicht, was ich “völlig verdreht” den Russen in die Schuhe geschoben hätte. Die Destabilisierungsversuche Russlands in Georgien haben schon im russischen Reich begonnen und wurden nach dem Zusammenbruch der UDSSR nahtlos weitergeführt. Das war VOR Soros und Kollegen sich dort engagiert haben.

    Übrigens ist es nicht so, dass ich “die Russen” hasse. Russland und seine Bevölkerung haben viele Seiten, die mich faszinieren und zahllose Eigenschaften, wovon die USA/der Westen sich einige Scheiben abschneiden können. Die Regierung bemüht sich aber lieber Russland als betrunkenen, brutalen und kriminellen Halbstarken zu präsentieren. Vielleicht würde es Russland und der Welt gut tun, wenn Russland seine positiven Seiten stärken würde. Dann wäre es für den Westen viel schwerer die alte Russland-Schiene zu fahren. Dann könnte man Russland nicht mehr so leicht verteufeln und in die Ecke stellen.

  3. rosenkavalier sagte

    Der Konflikt in Georgien ist vor einer Woche zum Krieg eskaliert und noch immer wird von vielen Journalisten, Bloggern, Politikern und Stammtischpolitikern gefährliches Halbwissen in die Welt gebracht.

    soso, nur gut dass Du es besser weißt und uns endlich aufklärst.

    also wenn du meinst die medien würden einseitig berichten hast du schon recht, dafür gibt es viele beispile.

    was meines erachtens aber wenig beachtet wird : die georgische bevölkerung hat november 2007 in einer machtvollen demonstration gegen sack/arsch-willi protestiert und wurde brutal niedergeknüppelt. zum demokratieverständnis dieser clique kann sich jeder selbst ein bild machen bei youtube georgia november 2007 eingeben

    das dieses regime vom westen unterstützt wird sagt alles über die hidden agenda
    unserer achso empörten demokraten.

    http://de.youtube.com/watch?v=qmQKa6QMG-I

  4. rueckgrat sagte

    Schön, dass du mir Recht gibst.
    dann hättest du dir deine sarkastische einleitung aber auch schenken können.
    auch schön, dass du dich informiert hast über georgien.
    ja, die reaktion der executive auf die demonstration war miserabel. hätte jedoch ähnlich sogar in deutschland passieren können. daheim in unserer mediendiktatur. gerne können wir mal gemeinsam die demokratie durch den dreck ziehen.

    ehrlich gesagt geht mir diese ganze hidden agenda kacke auf den senkel. jede seite hat eine hidden agenda. und weil die halt verschieden sind, knallts dann hier und da. ist das was neues? ist es ok, dass dann länder und bevölkerungen als bauernopfer im globalen macht-schach draufgehen? ist es legitim, dass du dir toll vorkommst, nur weil du gemerkt hast, dass hier irgendwer eine hidden agenda hat?
    weisst du auch warum es zu dieser demo gekommen ist?
    die von russland unterstützte opposition wollte an die macht und hatte offensichtlich auch unterstützer in der bevölkerung. die versprechen der opposition gingen in die richtung wie „wir zahlen euch ein jahr lang das erdgas“, ein wirkliches programm hatten sie nicht. sie wollten halt an die macht. und die regierung wollte halt an der macht bleiben. im endeffekt war es ein putschversuch von patarakatsishvili und seinen kumpanen. der ist dann übrigens anfang 2008 sanft entschlafen, allerdings nicht in georgien (ich glaube in israel, wo seine freunde wohnen..).
    mal im ernst: stellst du dich wirklich hin und ergreifst partei für die russen, nur weil du die amis scheisse findest?
    ich denke nicht 2-farbig, war immer skeptisch über den kuschelkurs tiflis-washington und kenne auch gute seiten der russen.
    ABER: die sollen sich mal direkt prügeln, wenn sie das brauchen, und nicht immer andere mit rein ziehen. und das verteidigst du ja quasi. jeder darf abwechselnd eine regierung stürzen und menschen umbringen. dabei neue waffensysteme testen und das land verseuchen.

    wenn du nochmal mit so einer einseitigen hidden agenda geschichte ankommst, wird das hier nicht erscheinen. das ist langweilig. gib dir etwas mehr mühe.

  5. rosenkavalier sagte

    also die eingeblendete uhrzeit ist mir jetzt mal egal ortszeit bei mir ist 0:13

    schön dass du so ausführlich geantwortet hast .

    werde noch darauf zurückkommen .

    gute nacht :-#

  6. rueckgrat sagte

    hmm am/pm ist verwirrend. 12:14 vormittags = 0:13.
    passiert mir auch oft…

  7. rosenkavalier sagte

    die reaktion der executive auf die demonstration war miserabel. hätte jedoch ähnlich sogar in deutschland passieren können.

    So was ähnliches hatten wir in der tat gerade letztes Jahr-Rostock, die Bilder ähneln sich. friedliche Demonstranten auf der einen seite- hochgerüstetete und martialisch vermummte Ordnungshüter auf der anderen, szenen wo auf wehrlose Demonstranten eingeprügelt wurde
    (klar da gab’s den „schwarzen Block“
    wer weiß wer sich da alles getummelt hat, besser wer sich da so kostümiert hat ?)

    Du magst keine hidden agenda ?

    tja das wird dir aber auch nicht weiterhelfen …

    kann schon sein dass die demo vom November auch von einigen leuten instrumentalisiert wurde, so wie vorher die vom westen gesponsorte „Rosenrevolution“ ich denke aber die meisten gingen auf die Straße weil sie unzufrieden waren mit der wirtschaftlichen und politischen situation.

    die leute haben nichts zu essen aber der militäretat in georgien ist ja seit der einflußnahme der USA förmlich explodiert.

    Ich ergreife insofern partei für russland , als ich mich sehr gut in deren Lage versetzen kann : nach dem fall der mauer wurde der warschauer pakt aufgelöst während die Nato ihre Krakenarme immer weiter ausstreckt und mittlerweile ganz russland von US-Militärbasen eingekreist ist.

    wer die Politik der Neocons in den letzten jahren verfolgt hat, kann von diesen Psychopathen keine an irgendwelche humanitären Rücksichten gekoppelte Politik erwarten.

  8. rosenkavalier sagte

    ach so noch mal wegen hidden agenda , hier ein sehr interessanter artikel, der
    ein schlaglicht wirft auf die situation am Hindukusch.

    http://www.radio-utopie.de/2008/07/20/afghanistan-wer-waren-die-auslaendischen-truppen/

  9. rueckgrat sagte

    „wer die Politik der Neocons in den letzten jahren verfolgt hat, kann von diesen Psychopathen keine an irgendwelche humanitären Rücksichten gekoppelte Politik erwarten.“
    in den letzten jahren? das kann man ja so nicht sagen. die spinnen doch schon viel länger. aber vllt gipfelt es zur zeit, wer weiss.
    ich mag es auch nicht, da die ganze zeit ohnmächtig zuschauen zu müssen. im prinzip ist dieses gefühl auch mit ein grund gewesen, den blog „ein rückgrat…“ zu nennen. hat halt mit georgien angefangen, weil das gerade aktuell ist und meine frau von dort kommt, mir das also grad stinkt…
    dennoch bin ich der meinung es ist die falsche haltung sich zu „freuen“, wenn georgien als proxy für die usa eins aufs dach bekommen muss. das ist doch die grosse sauerei. dass ständig immernoch stellvertreterkriege geführt werden auf kosten der zivilen erdbevölkerung. wir haben auch eine marionettenregierung, die von den usa kontrolliert wird. können nur froh sein, dass grad keiner von denen lust hat, bei uns krieg zu führen. wenns aber dazu käme, auf wessen seite wärst du dann? wenn die russen die ex-ddr mal wieder besetzen würden, weil ihnen die amis auf den sack gehen? würdest du dann auch so argumentieren, dass die neocons ja idioten sind und es toll ist, wenn ihre pläne durchkreuzt werden? egal, wer die eigentlichen opfer sind?
    ausserdem weiss man ja garnicht, ob die neocons hier tatsächlich den kürzeren gezogen haben. raketen in polen, auf einmal gern gesehen. mal sehen, was noch kommt.
    zu dem post auf radio-utopie betreffend die angeblich gefälschten fotos: man weiss es nicht. es sind viele gestorben, und gori hat einiges abbekommen. wenns nicht so schlimm wäre, würden meine georgischen schwiegereltern, die seit letzten mittwoch bei mir sind (zum glück) sich nicht so viele sorgen machen. und die telefonieren oft nach georgien, haben also auch infos die nicht durch den filter gegangen sind.
    das problem ist einfach dass die medien und kriegs-pr profis die menschen inzwischen so oft verarscht haben, dass uns dann bald alles egal ist, weil später eh rauskommt, dass die bilder falsch waren und lügen erzählt worden sind. siehe irak. es wird ja schon toleriert.
    dennoch: der youtube beitrag kommt sicher aus russland. woher kommen die reuters fotos? woher weiss man, ob die russen nicht selbst die fotos gemacht haben und nun eben das makingof ins netz stellen?
    ich kauf mir bald ne glaskugel, der kann ich wenigstens vertrauen ;-)

  10. Hallo,

    ich finde: Ja, er (Schröder) darf so „frech“ sein, den Kaukasus zu kommentieren. Warum auch nicht? Gerade, weil er zu den „Bad Boys“ gehört, finde ich seine Aussagen umso spannender; was aber auch bedeutet, wie bei allen Politiktechnokraten, dass diese mit äußerster Vorsicht zu genießen sind.

    Cheers

    A.

  11. rosenkavalier sagte

    ACHTUNG, UPDATE 15.30 Uhr! Ria Novosti meldet, dass die FGS Luebeck in Georgien einlaufen will. Das heisst, es wird zu einem direkten Zusammentreffen des deutschen Kriegsschiffes und der russischen Flotte kommen. UPDATE 16.35 Uhr: World Content News hat recherchiert, dass die Behauptung das NATO-Flottenmanöver im Schwarzen Meer sei seit Monaten geplant gewesen, eine glatte Lüge ist. UPDATE 17.30 Uhr: die „Süddeutsche“ titelt:“Invasion in Georgien, Europarat: Russland bestrafen“. Und während die USS McFall gerade die Strasse der Dardanellen passiert und in ca.2 Tagen die georgische Küste erreichen will, nennt der Vizegeneralstabschef Russlands die „humanitäre“ Operation der NATO „extrem dubios“. Neben der USS McFall ist auch das Kampfschiff USS Mount Whitney und das „Küstenwachschiff Dallas“ auf dem Weg nach Georgien. Desweiteren ist das Kampfschiff USS Taylor im Schwarzen Meer, als Teil der NATO-Flotte mit der FGS Lübeck. UPDATE 20.15 Uhr: SPD und CDU plädieren in der 20 Uhr „Tagesschau“ für einen EU-Militäreinsatz in Georgien mit deutschen Soldaten…

    alles weiter hier:

    http://www.net-news-global.de/

  12. rosenkavalier sagte

    Erneut wurde Georgien in ein blutiges Chaos gestürzt und ist Schauplatz eines Bruderkrieges!

    Zu unserem großen Bedauern wurden Warnungen des Georgischen Friedenskomitees und fortschrittlicher Menschen in Georgien vor der unheilvollen Militarisierung des Landes und vor den Gefahren einer nationalistischen und faschistoiden Politik nicht gehört.

    Die Regierenden in Georgien haben erneut, unterstützt von einigen westlichen Ländern sowie von internationalen und regionalen Organisationen, einen blutigen Krieg vorbereitet und begonnen. Die Schande, die die gegenwärtigen Machthaber mit diesem Krieg über die Menschen in Georgien gebracht haben, wird nur durch jahrzehntelange Bemühungen wieder gutzumachen sein.

    Die georgische Armee, die von den USA ausgerüstet und trainiert wird, richtete in Zchinwali grausame Zerstörungen an. Opfer der Bombenangriffe wurden friedliche Bewohner Süd-Ossetiens – unsere Brüder und Schwestern. Die Opfer waren Kinder, Frauen und ältere Menschen. Mehr als 2000 Menschen starben in Zchinwali und Umgebung. Unter den Opfern waren auch hunderte Georgier, die in der Kampfzone und überall in Georgien starben. Das Georgische Friedenskomitee drückt allen Verwandten und Freunden der Opfer sein tief empfundenes Mitgefühl aus.
    Die alleinige Verantwortung für diesen Bruderkrieg und für den Tod so vieler unschuldiger Opfer, Einwohner Südossetiens und Georgiens, trägt der derzeitige Präsident, das Parlament und die georgische Regierung. Die Verantwortungslosigkeit und das Abenteurertum der Regierung Saakaschwili kennt keine Grenzen. Das Verhalten des georgischen Präsidenten und seiner Regierung ist ohne Zweifel kriminell. Der Präsident und die georgische Regierung und müssen dafür zur Verantwortung gezogen werden.

    Das georgische Friedenskomitee wird gemeinsam mit fortschrittlichen Parteien und sozialen Bewegungen in Georgien dafür eintreten, dass die Organisatoren dieses verbrecherischen Krieges bestraft werden. Das Georgische Friedenskomitee erklärt, dass die gegenwärtige Regierung mit ihren Handlungen nicht das Einverständnis der Menschen in Georgien hat und es bittet darum, die Menschen in Georgien und die georgische Nation nicht mit der Regierung gleichzusetzen. Es ruft dazu auf, die Menschen in Georgien bei ihrem Kampf gegen das kriminelle Saakischwili Regime zu unterstützen.

    Es appelliert an die politischen Kräfte und an die sozialen Bewegungen in Georgien dafür einzutreten, dass das gegen die Menschen gerichtete, russlandfeindliche und nationalistische Regime von Saakaschwili beendet wird!

    Georgisches Friedenskomitee Tiflis, 11. August 2008

    http://www.linkezeitung.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=5253&Itemid=214

  13. rueckgrat sagte

    Rosenkavalier,
    du bist mir irgendwie sympathisch, obwohl du den Nachrichten von RIA Novosti Glauben schenkst und der Meinung bist, ein Artikel einer „linken“ Zeitung liesse realitätsnahe Rückschlüsse auf die Einstellung des georgischen Volkes zu.
    Überleg mal: Wie kann es sein, dass ein „Friedenskomitee“ schreibt „Der Präsident und die georgische Regierung und müssen dafür zur Verantwortung gezogen werden“ und damit einen Krieg im eigenen Land rechtfertigt? In diesem Text werden exakt die Meldungen der russischen Medien wiedergegeben, also eines der zwei Extreme, zwischen denen irgendwo die Wahrheit versumpft.
    RIA Novosti ist ein Spielplatz für Journalisten. Die Texte dort werden nicht nach Seriösitäts-Kriterien gefiltert. Dort kann man Texte lesen, die ohne weiteres Teil einer Propaganda-Rede russischer Politiker sein könnten. Was ich gelesen habe war zwar noch zu soft für Schirinowski, aber für die meisten anderen gerade recht. Mit einem Nachrichtendienst/-medium hat das nur wenig gemeinsam.
    Unsere Medien tun wenigstens noch so als würden sie die Wahrheit publizieren ;-) Wenn RIA Novosti im Westen (also nicht nur bei unseren „Linken“) ernst genommen werden wollte, würde sie sich etwas mehr Mühe geben. Ich glaube aber dass sie niemanden erst „katholisch machen“ möchten, sondern nur für diejenigen schreiben, die sowieso ähnlich denken. Die sollen einfach gepusht werden. Naja, mag aus deren Sicht effizient sein. Mich erreichen sie so jedenfalls nicht.

    Ach ja: Ich hoffe ja mal dass es niemanden gibt, der den Amis das humanitäre Marine-Märchen abgenommen hat… das war wirklich ein Witz!

    Nen schönen Abend noch!

  14. rosenkavalier sagte

    Rückgrat, so du findest mich irgendwie sympathisch – das muss wohl auf gegenseitigkeit beruhen :-)

    zu Deiner Beruhigung ich bin ich nicht ganz so naiv wie du meinst und das ich aus der linken zeitung zitiere heißt noch nicht, dass ich nicht kritisch abwäge bevor ich mireine meinung bilde.

    ich habe dort zum beispiel einen artikel gelesen den ich in der bewertung der vorgänge auf dem kaukasus als ziemlich unvoreingenommen und objektiv betrachte.

    leider sind solche artikel aber eher die ausnahme, im übrigen sind die positionen , zum georgienkrieg gar nicht so sehr von den Deinen (die welt im würgegriff der supermächte) entfernt.

    http://www.linkezeitung.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=5234&Itemid=214

    einen schönen sonntag noch

  15. rosenkavalier sagte

    Paul Valéry hat mal gesagt:

    „Im Krieg massakrieren sich Menschen, die sich nicht kennen, für Menschen, die sich kennen, aber nicht massakrieren.“

    :-(

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