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Sind die Unabhängigkeitsbestrebungen der Osseten in Georgien gerechtfertigt?

Verfasst von rueckgrat am 16. August 2008

Zunächst eine Begriffsklärung: Ossetien liegt im Norden des Kaukasus und ist Teil von Russland. Die Region, welche heute als Süd-Ossetien bezeichnet wird, war bis zum Bau des Roki-Tunnels im letzten Jahrhundert nicht mit der Heimat der Osseten in Norden verbunden. Es kann also nicht von einer historischen Teilung des Lands wie im Fall von Ost-/Westdeutschland oder Nord- & Südkorea gesprochen werden. Der Begriff Süd-Ossetien ist vom Russischen Zarenreich geprägt worden.

Die Osseten kamen in der Antike über den Kaukasus in das Gebiet der heutigen Georgischen Region Süd-Ossetien. Sie lebten dort nomadisierend zusammen mit den ansässigen Georgiern und verbreiteten sich auch ins Kernland Georgiens. Die Heimat der Osseten liegt jedoch nördlich des Kaukasus im Gebiet von Russland, westlich von Tschetschenien.

Als Georgien Teil des Russischen Reichs geworden war, wurde Süd-Ossetien ebenso wie Abchasien und Adscharien weitgehend autonom verwaltet, während ethnisch strittige Gebiete Georgiens an die Nachbarländer fielen. Süd-Ossetien galt damals also nicht als ethnisch strittiges Gebiet, sondern als Teil Georgiens in dem nunmal ein hoher Bevölkerungsanteil Osseten lebte. Die Errichtung der autonomen Regionen damals war also bereits ein destabilisierend intendierter Russischer Eingriff.

Mit der Unabhängigkeit Georgiens nach dem Zusammenbruch der UDSSR wurde zum ersten Mal versucht, den Teil von Georgien abzuspalten. Damals waren es bereits strategische Gründe, welche aus russischer Sicht dafür gesprochen hatten. Der Kaukasus ist eine schwer zu überwindende geographische Barriere in Richtung Süden. Ein Vorposten am südlichen Ende des Roki-Tunnels war und ist sehr attraktiv für Moskau. Deshalb unterstützt Moskau seitdem die Separatisten in der Region.

Eine Autonomie der Heimat der Osseten war seltsamerweise dagegen nie im Gespräch. Versuche der Tschetschenen unabhängig zu werden, wurden blutig niedergeschlagen. Moskau ist nur an der Selbständigkeit von Völkern interessiert, wenn damit anderen geschadet werden kann. Russland ist bekanntlich selbst eine multi-ethnische Nation und würde stark fragmentiert werden, falls alle Ethnien eigenständig sein wollten.

Im Kernland von Georgien leben über 100.000 Osseten, wovon die meisten georgischer Nationalität sind. In der Region Süd-Ossetien leben halb soviele Osseten, welche inzwischen zumeist russische Pässe haben. Dies rührt daher, dass Russland Ossetische Anträge auf russische Nationalität beschleunigt bearbeitet hat und zudem finanziell belohnt. Ähnlich wie in Abchasien werden Bewohner russischer Nationalität massiv bevorzugt, z.B. am Arbeitsmarkt. Öffentliche Ämter, auch Lehrberufe usw. stehen nur „Russen“ offen. Die Osseten im Kernland, welche gut integriert sind (freiwillig!), hatten nie das Interesse, nach Süd-Ossetien zu ziehen und einen russischen Pass zu beantragen. Der ethnische Konflikt kann also gar nicht so schwerwiegend sein. falls es ihn überhaupt gibt.

Dennoch gab es 2006 ein Referendum, welches die Sezessionsfrage klären sollte. Dieses Referendum ist von Moskau initiiert worden und entbehrte jeglicher juristischer Grundlage. Zum einen war ein solches Referendum nie in der Verfassung vorgesehen, zum anderen versuchte man sich damit über die in der Region lebende Georgische und damit heimische Bevölkerung hinweg zu setzen. Es waren nämlich nur russische Staatsbürger zur Abstimmung zugelassen. Weder Georgier, noch nicht-russische Osseten durften teilnehmen.

Es zeigt sich, dass die Argumentation der Separatisten und Moskaus kaum nachvollziehbar ist, weshalb Georgiens Grenzen revidiert werden sollten.

Wahrscheinlich wäre es am besten, die Osseten russischer Nationalität würden in die alte Heimat im Norden des Kaukasus übersiedeln. Die aus Südossetien vertriebenen Georgier könnten dann zurück in ihre Heimat und zusammen mit den verbliebenen Osseten, welche die russische Nationalität ablehnen, weiterhin friedlich auf gute Nachbarschaft trinken. Ohne von Moskau gesteuerte und bezahlte Separatisten könnte man sicherlich auch leichter über mögliche Autonomieregelungen verhandeln, falls solche dann überhaupt noch nötig wären

7 Antworten zu “Sind die Unabhängigkeitsbestrebungen der Osseten in Georgien gerechtfertigt?”

  1. Sarkasten-Willi sagte

    Es wird immer offensichtlicher, wer der Agressor ist: Diese Schnapsnasen, die so Dinge schreiben wie „Wahrscheinlich wäre es am besten, die Osseten russischer Nationalität würden in die alte Heimat im Norden des Kaukasus übersiedeln.“
    Hat da vielleicht jemand nachhelfen wollen – und wurde ihm gottseidank (!) rechtzeitig in die Suppe gespuckt, dem Sackarsch Willi?

  2. Beat sagte

    Und Michael Binyon schrieb am 14. August in der britischen Times Online:

    „Rußland hat keinen Fehler gemacht. Ungeachtet der Äußerungen von Herrn Bush, verwandelte es einen dummen Übergriff eines vom Westen unterstützten Gegners in eine verheerende Demonstration der Ohnmacht, Zögerlichkeit und Doppelmaßstäbe des Westens hinsichtlich der nationalen Souveränität… Es gibt überall Lehren, die daraus zu ziehen sind. Frühere Sowjetrepubliken, denkt an eure Geographie. NATO, wollt ihr wirklich die Vendettas des Kaukasus in eure Allianz aufnehmen? Tiflis, wollt ihr einen Präsidenten behalten, der euch das eingebrockt hat? Washington, zählt Rußlands Stimme immer noch nichts? Ob es euch gefällt oder nicht, sie zählt eine ganze Menge.“

    Genau hier scheiden sich die Geister: Bei einigen ist die Botschaft angekommen, bei anderen nicht. Das von Cheney so bezeichnete „alte Europa“, zu dem heute glücklicherweise im Unterschied zum Irakkrieg auch Italien gehört, hat im Prinzip kein Interesse an einer Konfrontation mit Rußland. Die Bush-Administration hingegen läßt sich von der Realität, die die russische Regierung gerade geschaffen hat, nicht irritieren und verfolgt weiterhin eine Politik am Rande des Abgrunds. Als direkte Reaktion auf das russische Vorgehen in Georgien unterzeichneten der polnische Ministerpräsident Tusk und John Rood vom US-Außenministerium das seit 18 Monaten aufgeschobene Abkommen, in Polen ein Raketenabwehrsystem zu installieren. Polen machte es zur Bedingung, 96 der modernsten Patriot-Raketen zu verbilligtem Preis zu erhalten, und setzt damit offensichtlich in seiner Verteidigung auf die USA.

    Präsident Medwedjew kommentierte den Schritt Polens während der gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzlerin Merkel: „Diese Entscheidung demonstriert genau das, wovon wir die ganze Zeit gesprochen haben, nämlich, daß die Stationierung des Raketenabwehrsystems in Europa gegen die Russische Föderation gerichtet ist. Der Zeitpunkt ist dementsprechend gewählt worden. Die Vorwände, es gehe um die Verteidigung gegen Schurkenstaaten, sind offensichtlich geplatzt.“

    Moskau hat wiederholt und das letzte Mal Mitte Juli verdeutlicht, daß es ein solches Raketenabwehrsystem als direkte Bedrohung für sein Territorium betrachtet, und daß entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen würden. Angesichts der Tatsache, daß die installierten Raketen in kürzester Zeit von defensiven in offensive Raketen verwandelt werden können, die dann in drei Minuten Moskau erreichen könnten, sollte das nicht verwundern. Das amerikanische Argument, das ABM-System in Polen und die am 8. Juli in Prag beschlossene Installation eines Radarsystems in Tschechien sei gegen mögliche Raketen aus dem Iran nötig, glaubt nur Lieschen Müller.

    Putin hatte bei seinem Besuch in Kennebunkport letzten Jahres bei der Bush-Familie ein umfangreiches Angebot für ein gemeinsames globales Raketenabwehrsystem gemacht, einschließlich des Vorschlags, die existierende Basis in Aserbaidschan zu nutzen, deren geographische Position viel sinnvoller wäre, wenn es wirklich um potentielle Raketen aus dem Iran ginge. Rußland hat sich kürzlich bitter beklagt, daß die USA nicht die geringsten Anzeichen für ernsthafte Verhandlungen gezeigt hätten.

    Der russische Außenminister Lawrow brachte es auf den Punkt, er könne zwar verstehen, daß es schmerzlich für die USA sei, weil sie so viel in Saakaschwili investiert hätten, aber sie müßten die grundsätzliche Entscheidung treffen, ob sie weiter an einem virtuellen Projekt festhalten oder statt dessen eine wirkliche Partnerschaft mit Rußland für die Zusammenarbeit bei realen Problemen in der Welt haben wollten. Genau das ist die Frage, die Frau Merkel auch beantworten sollte.

  3. Beat sagte

    Es ist der Westen, gesteuert durch die britischen Interessen und deren Frontmann fürs Grobe „George Soros“ welcher in Georgien mit viel Geld den Präsidenten aufbaute. Da ist es schon ein Armutszeugnis des Blogbetreibers, dies völlig verdreht den Russen in die Schuhe zu schieben. Hat er echt das Gefühl der Westen habe nachdem sie die „Der Achse des Bösen“ schluckten noch ein Anrecht den moralischen TZeigefinger zu erheben. Hört auf, setzt euch mit Russland zusammen und habdelt es friedlich aus, hört auf die Nato immer weiter Richtung Russland Territorium auszudehnen. Arbeitet mit Russland zusammen. Die Bereitschaft ist auf Seite Russlands vorhanden.

  4. rueckgrat sagte

    Hallo Beat,

    Dass Soros und seine Kumpanen die farbigen Revolutionen bezahlt haben ist ja kein Geheimnis. Die Machtstrukturen werden nunmal nicht dem Zufall überlassen. Es hat sich einen neue Herrschaftsform herausgebildet: Die Mediendiktatur. Sie ermöglicht es einzelnen einflussreichen Gruppen die Meinungsbildung der Bevölkerung gezielt zu manipulieren und gleichzeitig aber eine demokratischen Konsensbildung vorzutäuschen.
    Hier ist Russland keine Ausnahme und du wirst auf keinen grünen Zweig kommen wenn du darauf beharrst, dass die „britischen Interessen“ die Welt steuern und alle anderen, nicht-infizierten, die „Guten“ sind. Diejenigen, die wirklich profitieren, haben lange Erfahrung damit, solche Schwarz-Weiss Bilder zu etablieren. Soros’ Pfuschereien finden da nur auf einer Meta-Ebene statt.

    Ich wüsste nicht, was ich „völlig verdreht“ den Russen in die Schuhe geschoben hätte. Die Destabilisierungsversuche Russlands in Georgien haben schon im russischen Reich begonnen und wurden nach dem Zusammenbruch der UDSSR nahtlos weitergeführt. Das war VOR Soros und Kollegen sich dort engagiert haben.

    Übrigens ist es nicht so, dass ich „die Russen“ hasse. Russland und seine Bevölkerung haben viele Seiten, die mich faszinieren und zahllose Eigenschaften, wovon die USA/der Westen sich einige Scheiben abschneiden können. Die Regierung bemüht sich aber lieber Russland als betrunkenen, brutalen und kriminellen Halbstarken zu präsentieren. Vielleicht würde es Russland und der Welt gut tun, wenn Russland seine positiven Seiten stärken würde. Dann wäre es für den Westen viel schwerer die alte Russland-Schiene zu fahren. Dann könnte man Russland nicht mehr so leicht verteufeln und in die Ecke stellen.

  5. rueckgrat sagte

    Hallo Sarkasten-Willi

    Du hast keine Ahnung. Ich habe diesen Satz geschrieben, weil das tatsächlich die friedlichste Variante gewesen wäre. Es laben mehr als doppelt so viele Osseten mit georgischer Staatsbürgerschaft überall in Georgien, welche dort gerne sind und aktzeptieren, dass sie sich in Georgien befinden.

    Verdammt noch mal, sollen die Deutschen, die im Elsaß leben jetzt auch mal abstimmen, ob das Elsaß mal wieder zu Deutschland gehören soll??? Ohne die dort lebenden Franzosen zu respektieren? Ohne die Deutschen dort zu fragen, die sich einen französischen Pass geholt haben? Da würde sich doch jeder an den Kopf fassen, mal ganz unabhängig von der historischen Brisanz des Themas.

    Es muss schon verdammt schwer sein, als Stammtisch-Weltverbesserer mal über den Tellerrand zu gucken und seinen Horizont zu erweitern. Ich bin froh, dass ich dein Weltbild nicht teilen muss.

  6. -Cicero- sagte

    Hallo Rueckrat,

    wir beide kennen uns ja schon,

    grundsätzlich stimme ich dir voll und ganz zu das die territoriale Intergrität JEDEN Landes geachtet werden muss. Wie ich bereits in meinem ersten Kommentar versucht habe deutlich zu machen war es meiner Meinung nach die NATO die diese Grenze erstmals im Kosovo Konflikt überschritten hat. Und das obwohl die Kosovo-Albaner nicht einmal die Staatsangehörigkeit IRGENDEINES NATO-Partners hatten. Zudem wird der Kosovo nicht umsonst als „die Wiege der Serbischen Kultur“ bezeichnet.
    Ich erinnere nur an die Schlacht am Amselfeld.

    Du siehst also das sich die beiden Beispiele nicht unähnlich sind.
    (Der Kosovo ist also keineswegs ein einmaliger Sonderfall wie so gerne von der NATO dargestellt und sorgt noch für viel „Freude“ -du verzeihst meinen Sarkasmus- in naher Zukunft)

    Was aber in gar keinem Fall passieren darf, ist das mit zweierlei Massstab gemessen wird. Unabhängigkeit für die Kosovo Albaner und für Süd-Ossetien nicht?!?

    Man sollte also die Sichtweise im Kosovo noch einmal überdenken bevor man eine Entscheidung „für“ Georgien trifft.

    Denn es geht hierbei um ein grundsätzliches Thema.
    Was hat priorität – die Teritoriale Inegrität eines Landes oder das Recht auf selbstverwirklichung ethnisches Minderheiten und inwieweit (und vor allem für welchen Zeitraum) spielt der geschichtliche Hintergrund eine Rolle.

    langes Leben und Glück,

    -Cicero-

  7. rueckgrat sagte

    Hi Cicero,

    ja, Du hast Recht, man muss Prioritäten setzen. Was in diesem Konflikt jedoch schade ist: Adscharien z.B. ist Autonom und es funktioniert wunderbar. Mit Südossetien gibt es Probleme, weil der Wille zur Selbstverwirklichung vom Kreml induziert worden ist und nur dazu dienen soll, das georgische Territorium aus dem nationalen Gebiet herauszulösen um es Russland anzugliedern. Russland würde niemals z.B. Nordossetien hergeben, wenn die Osseten dort (wo sie ja eigentlich herkommen) anfangen würden nach Souveränität zu streben. Tschetschenien liegt direkt daneben, man weiss ja, was dort geschehen ist. Die territoriale Integrität hat Priorität gegenüber der Souveränität von Minderheiten aus meiner Sicht. Man muss zunächst versuchen, einen gemeinsamen Weg zu gehen. Zu leicht wäre es sonst, Nationen reihenweise zu fragmentieren um sie handlungsunfähig zu machen. Und man muss fragen, ob die Ethnien überall auf der Welt die gleichen Rechte haben sollen, oder nur auf ihrem angestammten Territorium. Was soll man machen, wenn vor 100 Jahren Gruppen irgendwo siedeln in einer anderen Nation zwischen den ansässigen Menschen. Ist es legitim, wenn z.B. nach gescheiterter Integration oder aus welchen Gründen auch immer, diese Menschen dann den Grund und Boden beanspruchen, der zu ihrer Gastgebernation gehört? Wenn ja, müsste sofort in jedem Land untersucht werden, wo es Akkumulationen von Menschen jeweils einer ethnischen Gruppe gibt um frühzeitig solche Entwicklungen zu unterbinden. Die Folgen davon dürften offensichtlich sein. Es gäbe eine neue Welle von verdeckten Vertreibungen und der Wille kooperativ zusmmen zu leben wäre auf beiden Seiten gebrochen.
    Ich sehe hier Parallelen zu zwischenmenschlichen Beziehungen. Wenn ich nicht bereit bin, Kompromisse einzugehen und ein Gespür für die Bedürfnisse meines Gegenübers zu entwickeln, werden Beziehungen nicht lange halten. Und es ist ein globaler Trend in der westlichen Welt, nach Selbstverwirklichung zu streben und dabei „über Leichen“ zu gehen. Mit 40 wundert man sich, warum man noch alleine ist und nicht mit langfristigen Beziehungen klar kommt. (Ich bin verheiratet, das ist also keine Selbstreflexion ;-)
    Deutschland z.B. war lange Zeit stark fragmentiert. Erst als die einzelnen staatenartigen Gebilde sich zusammengeschlossen hatten, wurde Deutschland politisch handlungsfähig und erfolgreich (Kriege zähle ich dabei nicht als Erfolg). Und die Ethnien in Deutschland sind ungefähr so ähnlich wie Osseten und Georgier. So unterschiedlich sind die nämlich gar nicht…
    Auch wirtschaftlich macht es keinen Sinn, aus jeder Gruppe gleich einen Staat zu formen. Der Administrative Aufwand im Verhältnis zur wirtschaftlichen Leistung kleiner Nationen erreicht schnell ein Niveau, der nicht tragbar ist. Von Dingen wie sinnvoller Landesverteidigung oder Forschung mal ganz zu schweigen.
    Würden alle Ethnien wo sie sich gerade befinden einen kleinen Staat gründen, so wäre es nur eine Frage der Zeit, bis sie begriffen, dass sie auf vielen Ebenen doch wieder kooperieren müssen. Zurück am Verhandlungstisch werden dann wieder all die Fähigkeiten gefordert, die man vorher nicht bereit war zu entwickeln. Man muss nicht immer erst einen Fehler machen, um daraus zu lernen. Die Geschichte hält genug Beispiele bereit und ist ein excellentes Lehrbuch.
    Dennoch: Keine Frage, ich bin absolut dagegen, dass die kulturelle Vergangenheit der Ethnien global durch amerikanischen Kulturimperialismus vernichtet wird. Die „Artenvielfalt“ sollte bewahrt werden. Jedoch im Miteinander und nicht alle gegen alle auf dem Ego-Trip.

    Insofern kann es gut sein, dass wir auch in der Kosovo-Frage einer Meinung sind.

    Bis bald.

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